Top KI-Chatbots im Vergleich: Was du über ChatGPT, Claude, Gemini & Copilot wissen solltest

IT-P GmbH
03.08.2026
9 Minuten

Zu den wichtigsten KI-Chatbots gehören derzeit ChatGPT, Claude, Gemini, Microsoft Copilot und Perplexity. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in ihren Stärken, Einsatzbereichen und Integrationen. Wer heute einen KI-Chatbot nutzt, merkt schnell: Es geht nicht mehr nur darum, eine Frage in ein Chatfenster zu schreiben und eine schnelle Antwort zu erhalten. Die Tools sind zu echten KI-Assistenten geworden, die unter anderem Texte schreiben, Dokumente analysieren, Recherchen unterstützen, Code generieren und Meetings vorbereiten können. Zudem lassen sie sich direkt in bestehende Arbeitsumgebungen integrieren. Genau hier wird der Vergleich spannend.

ChatGPT von OpenAI ist besonders vielseitig und überzeugt bei kreativen Aufgaben, Texten, allgemeinem Chatten und Custom GPTs. Claude von Anthropic eignet sich besonders für lange Dokumente, komplexe Analysen und strukturiertes Arbeiten. Google Gemini zeigt vor allem in Google Workspace, Gmail und Docs seine Stärken. Microsoft Copilot ist die richtige Wahl, wenn du bereits intensiv mit Microsoft 365 arbeitest. Perplexity ist wiederum besonders interessant, wenn du schnell recherchieren und Antworten mit Quellen einordnen möchtest. Die beste Wahl hängt also nicht nur davon ab, welches Tool gerade am bekanntesten ist oder besser als ChatGPT wirkt. Entscheidend ist, welcher KI-Chatbot zu deinen Anwendungen, Datenquellen, dem Kontextfenster und deinen täglichen Aufgaben passt. Wir bei IT-P machen für dich den großen Vergleich.

KI-Chatbots entfalten ihren echten Mehrwert nicht dadurch, dass man sie einfach ausprobiert, sondern indem man sie bewusst in konkrete Aufgaben und Prozesse einbindet. Für uns im Marketing bei unserer Arbeit ist deshalb nicht die Frage entscheidend, welches Tool gerade am meisten Aufmerksamkeit bekommt, sondern wo ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot im Arbeitsalltag wirklich entlasten und beschleunigen können.“

Johannes Willeke, Content Marketing bei IT-P

Was sind KI-Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini und Claude von Anthropic?

KI-Chatbots sind Anwendungen, die auf generativer KI basieren. Sie können Texte verstehen, Antworten generieren, Dokumente zusammenfassen, Ideen entwickeln, Code schreiben, Fragen beantworten und Inhalte für bestimmte Zwecke vorbereiten. Bekannte Beispiele sind ChatGPT, Claude, Gemini, Microsoft Copilot und Perplexity. Dahinter stehen Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Google und Microsoft. Diese Tools arbeiten mit großen KI-Modellen, die mit großen Mengen an Textdaten trainiert wurden und dadurch Sprache, Zusammenhänge und typische Antwortmuster erkennen können.

Merksatz: Ein Chatbot denkt nicht wie ein Mensch. Er berechnet Antworten auf Basis von Wahrscheinlichkeiten, Trainingsdaten, Kontext und Ihrer Eingabe im Chat. Dadurch können KI-Chatbots sehr hilfreich sein, aber auch Fehler machen oder Informationen falsch einordnen.

Warum sind KI-Chatbots gerade so wichtig?

Seit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 hat sich der Umgang mit künstlicher Intelligenz stark verändert. Generative KI ist heute kein Randthema mehr, sondern fester Bestandteil von Alltag, Studium und Beruf. Da nicht jede Anwendung für jeden Zweck gleich gut geeignet ist, können Nutzerinnen und Nutzer inzwischen aus verschiedenen spezialisierten Tools wie Claude, Gemini, Microsoft Copilot oder Perplexity wählen. Die enorme Verbreitung zeigt sich auch in den Zahlen: So hat ChatGPT hunderte Millionen wöchentliche Nutzer und auch andere Systeme wachsen sehr schnell.

Im Arbeitskontext verschiebt sich der Einsatz von einfachen Suchanfragen hin zu anspruchsvolleren Aufgaben wie Analysen, Texterstellung oder strategischen Entscheidungen. Laut Prognosen von Gartner werden die globalen Ausgaben für KI bis 2028 auf über 2,5 Billionen US-Dollar ansteigen. Studien zeigen außerdem, dass generative KI bereits in rund 70 Prozent der Unternehmen genutzt wird. Damit ist klar: Diese Technologien sind fest etabliert – entscheidend ist nun, sie effektiv, verantwortungsvoll und zielgerichtet in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Was kosten KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini und Claude?

Stand Juli 2026 kosten die wichtigsten KI-Chatbots je nach Anbieter, gewähltem Nutzungslimit und Nutzungsart (privat oder geschäftlich) grob zwischen 0 € und rund 200 $ pro Monat.

KI-ChatbotKostenlos nutzbar?Typische Bezahlpläne
ChatGPT von OpenAIJaChatGPT Plus: 20 USD/Monat. ChatGPT Pro: 100 oder 200 USD/Monat. ChatGPT Business: 20 USD pro Nutzer/Monat bei jährlicher Abrechnung, 25 USD bei monatlicher Abrechnung. Enterprise: individuelle Preise.
Google GeminiJaGoogle AI Plus: 9,99 €/Monat. Google AI Pro: 21,99 €/Monat. Pro enthält u. a. 5 TB Speicher, höhere Gemini-Limits, Deep Research und Gemini in Gmail, Docs, Vids und mehr.
Claude von AnthropicJaClaude Pro: 20 USD/Monat oder 200 USD/Jahr. Claude Max: 100 oder 200 USD/Monat. Claude Team: ab 20 USD pro Sitz/Monat bei jährlicher Abrechnung, 25 USD bei monatlicher Abrechnung.
Microsoft CopilotTeilweiseFür Privatnutzer ist Copilot in Microsoft 365 Single, Family oder Premium enthalten. In Deutschland nennt Microsoft z. B. 99 €/Jahr für Microsoft 365 Single, 129 €/Jahr für Family und 219 €/Jahr für Microsoft 365 Premium. Für Unternehmen gibt es Microsoft 365 Copilot Business als Add-on, aktuell mit ausgewiesenem Aktionspreis von 15,60 € statt 18,20 € pro Nutzer/Monat bei jährlicher Abrechnung.

Die meisten bekannten KI-Chatbots lassen sich kostenlos testen. Die wirklich leistungsfähigen Funktionen stecken jedoch häufig in kostenpflichtigen Abonnements. So kostet ChatGPT Plus aktuell 20 USD pro Monat, während ChatGPT Pro je nach Nutzungsvolumen 100 oder 200 USD pro Monat kostet. Google Gemini ist über Google AI Plus ab 9,99 Euro pro Monat und über Google AI Pro für 21,99 Euro pro Monat verfügbar. Claude Pro von Anthropic kostet 20 USD pro Monat. Wer deutlich höhere Nutzungslimits benötigt, muss für Claude Max 100 oder 200 USD pro Monat zahlen.

Für Unternehmen wird es etwas komplexer. Dann geht es nicht nur um den Preis pro Nutzer, sondern auch um Datenschutz, zentrale Verwaltung, Teamfunktionen, Integrationen und Abrechnung. ChatGPT Business, Claude Team oder Microsoft 365 Copilot sind deshalb keine „teureren Chatbots“, sondern KI-Assistenten für produktive Arbeit im Unternehmen. Aus unserer Sicht lohnt es sich deshalb, nicht nur auf den Monatspreis zu schauen. Entscheidend ist, ob das Tool wirklich zu den eigenen Aufgaben, Datenquellen und bestehenden Systemen passt.

ChatGPT von OpenAI: Der vielseitige KI-Chatbot für viele Aufgaben

Für viele ist ChatGPT von OpenAI der erste Einstieg in künstliche Intelligenz. Der KI-Chatbot eignet sich besonders gut, wenn du möglichst viele Aufgaben mit nur einem Tool erledigen möchtest. Ob Texte schreiben, Ideen entwickeln, Inhalte strukturieren oder Code prüfen: ChatGPT ist sehr vielseitig und deshalb für viele private und berufliche Anwendungsfälle ein guter Ausgangspunkt. Besonders hilfreich ist ChatGPT bei:

  • Content-Erstellung, zum Beispiel für Blogartikel, E-Mails, Social-Media-Texte oder Website-Inhalte
  • Brainstorming und Ideenfindung, wenn du erste Ansätze, Themen oder kreative Impulse brauchst
  • Konzepten und Strukturierung, etwa für Präsentationen, Kampagnen, Texte oder Projekte
  • Zusammenfassungen, wenn längere Inhalte schnell verständlich aufbereitet werden sollen
  • allgemeinen Erklärungen, wenn komplexe Themen einfacher eingeordnet werden sollen
  • Coding-Aufgaben, zum Beispiel beim Prüfen, Erklären oder Generieren von Code
  • Custom GPTs, mit denen du eigene KI-Assistenten für bestimmte Aufgaben, Rollen oder Arbeitsweisen erstellen kannst

Für Unternehmen kann ChatGPT besonders spannend sein, wenn wiederkehrende Aufgaben wie Textentwürfe, interne Recherche, Support oder Wissensarbeit standardisiert werden sollen. Wenn du also ein flexibles KI-Tool suchst, das nicht nur für eine spezielle Anwendung gedacht ist, sondern viele Aufgaben im Chat abdecken kann, ist ChatGPT häufig eine gute Wahl.

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Claude von Anthropic: Stark bei langen Dokumenten, Analyse und strukturiertem Arbeiten

Claude von Anthropic wird besonders dann spannend, wenn es um lange Texte, Dokumente, komplexe Zusammenhänge und sorgfältige Analysen geht. Claude ist ein KI-Assistent, der insbesondere bei ausführlichen Inhalten, präzisen Zusammenfassungen und kontextreichen Aufgaben überzeugen kann. Ein wichtiges Thema ist das Kontextfenster. Damit ist gemeint, wie viel Text, Dokumentinhalt oder Gesprächsverlauf ein KI-Modell gleichzeitig berücksichtigen kann. Anthropic nennt für bestimmte Claude-Modelle in kostenpflichtigen Plänen sehr große Kontextfenster: Bei neueren Modellen sind es im Chat teils bis zu 500.000 Tokens und bei Claude Code in bestimmten Plänen sogar bis zu 1.000.000 Tokens.

Das ist besonders nützlich, wenn du lange Dokumente analysieren, umfangreiche Briefings auswerten, Verträge vergleichen, Protokolle strukturieren oder größere Textmengen zusammenfassen möchtest. Auch im Coding-Umfeld positioniert Anthropic Claude stark, etwa für komplexe Entwicklungsaufgaben und agentische Workflows. Wenn du also die Frage stellst: „ChatGPT oder Claude?” oder „Empfiehlt sich Claude für lange Dokumente?”, lautet die praktische Antwort: Claude eignet sich besonders, wenn du viel Kontext, eine saubere Struktur und eine ruhige, analytische Antwortqualität benötigst.

Google Gemini: Besonders stark im Google-Ökosystem

Gemini von Google ist vor allem dann interessant, wenn du ohnehin viel mit Google Workspace arbeitest. Dazu gehören Gmail, Docs, Sheets, Slides, Drive, Meet und Chat. Google beschreibt Gemini als KI-Unterstützung, die direkt in den Arbeitsfluss integriert ist, unter anderem im Seitenpanel von Gmail, Docs, Sheets, Slides, Drive und Chat. Das macht Gemini besonders praktisch für alle, die E-Mails schreiben, Dokumente bearbeiten, Inhalte in Docs erstellen, Meetings vorbereiten oder Informationen aus Google Workspace einbeziehen möchten. Wenn du also hauptsächlich in der Google-Umgebung arbeitest, kann Gemini die bessere Wahl sein als ein isolierter Chatbot. 

Auch die Modelle von Gemini werden von Google stetig weiterentwickelt. Gemini 2.5 Pro und Gemini 2.5 Flash sind laut Google stabile Modelle der Gemini-2.5-Familie, wobei Flash besonders auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Geschwindigkeit und die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt ist. Wenn du also „ChatGPT oder Gemini“, „Gemini oder Claude“ oder „Claude oder Gemini“ vergleichst, solltest du nicht nur auf die Antwortqualität achten. Entscheidend ist auch, ob du mit Google Workspace arbeitest und wie wichtig dir die Integration in Gmail, Docs und andere Google-Anwendungen ist.

Gemini app home screen: left sidebar with logo and menu items (Neuer Chat, Chats durchsuchen, Bilder, Mediathek, Notebooks) and a rounded 'Neues Notebook' button; main area shows a gradient blue background with the text 'Womit fangen wir an?' and a large rounded search bar labeled 'Frag Gemini' with a plus icon, a 'Flash-Lite' dropdown, and a microphone icon.

Microsoft Copilot: Der KI-Assistent für Microsoft 365

Microsoft Copilot ist besonders relevant für alle, die im Arbeitsalltag intensiv mit Microsoft 365 arbeiten. Dazu gehören Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams und weitere Microsoft-Dienste. Microsoft beschreibt die Microsoft 365 Copilot App als produktivitätsorientierte KI-App, die Copilot-Erfahrungen, Microsoft-365-Apps und Dateien an einem Ort zusammenführt. Je nach Lizenz kannst du „Copilot Chat” und weitere Funktionen für die Arbeit, die Schule oder die private Nutzung einsetzen. Der Vorteil liegt weniger darin, dass Microsoft Copilot in jeder einzelnen Chat-Aufgabe automatisch besser als ChatGPT ist. Seine Stärke liegt vielmehr in der Integration. Wenn deine Dokumente, E-Mails, Termine, Teams-Chats und Dateien ohnehin in Microsoft 365 liegen, kann Copilot besonders nah an deinem Arbeitsalltag arbeiten. Microsoft 365 Copilot empfiehlt sich daher besonders für Unternehmen, die künstliche Intelligenz nicht nur als Chatbot, sondern als KI-Assistenten in bestehenden Office-Prozessen nutzen wollen.

Perplexity: KI-Chatbot für Recherche und Antworten mit Quellen

Perplexity unterscheidet sich von klassischen KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Gemini, da es sich stärker als KI-gestützte Antwortmaschine positioniert. Perplexity beschreibt sich selbst als KI-gestützte Antwortmaschine, die Antworten auf Fragen liefert und dabei auf aktuelle Informationen setzt. Der große Vorteil: Perplexity ist besonders nützlich, wenn du schnell recherchieren und Quellen nutzen möchtest. Für aktuelle Themen, Marktüberblicke, Vergleiche, Definitionen oder erste Recherchen kann das Tool sehr hilfreich sein. Trotzdem gilt auch hier: Quellen bedeuten nicht automatisch, dass jede Aussage perfekt abgesichert ist. Studien zu generativen Suchmaschinen zeigen, dass Antworten mit Quellen zwar hilfreich wirken, aber nicht jede Aussage vollständig oder korrekt durch Quellen gedeckt sein muss. Es ist also eine gute Wahl, wenn du eine schnelle Recherche mit Quellen und eine kurze Einordnung benötigst. Für kreative Aufgaben, lange Dokumentanalysen oder eine tiefe Integration in Microsoft 365 oder Google Workspace sind andere Tools besser geeignet.

KI-Chatbots im direkten Vergleich

KI-ChatbotUnternehmenStärkenEignet sich besonders für
ChatGPTOpenAIVielseitigkeit, kreative Aufgaben, Custom GPTs, allgemeiner ChatTexte, Ideen, Konzepte, Coding, Alltag, Content
ClaudeAnthropiclange Dokumente, Analyse, großes Kontextfenster, strukturierte AntwortenDokumentenanalyse, komplexe Aufgaben, längere Texte, Coding
GeminiGoogleIntegration in Google Workspace, Gmail, Docs, Drive, schnelle ModelleGoogle-Nutzer, Dokumente, E-Mails, Workspace-Aufgaben
Microsoft CopilotMicrosoftnahtlose Integration in Microsoft 365, Teams, Outlook, Word, ExcelUnternehmen, Office-Arbeit, Produktivität, interne Prozesse
PerplexityPerplexity AIRecherche, aktuelle Antworten, QuellenbezugWebrecherche, Marktüberblick, Faktencheck, schnelle Orientierung

ChatGPT vs. Claude: Welcher KI-Chatbot ist besser?

Der Vergleich zwischen ChatGPT und Claude ist einer der häufigsten. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf die Aufgabe an. Wenn du ein sehr vielseitiges Tool brauchst, ist ChatGPT oft die bessere Wahl. Es ist stark bei kreativen Aufgaben, Content-Erstellung, Strukturierung, allgemeinem Chatten, Ideengenerierung und vielen Alltagsaufgaben. Auch die Möglichkeit, Custom GPTs zu nutzen, macht ChatGPT interessant, wenn du spezialisierte KI-Assistenten erstellen möchtest. Claude liefert hingegen häufig sehr gute Ergebnisse, wenn lange Dokumente, viele Details und komplexe Zusammenhänge im Spiel sind. Insbesondere bei der Analyse langer Dokumente, der Erstellung ausführlicher Zusammenfassungen und der Generierung klar strukturierter Antworten kann Claude punkten. Wenn du viel schreibst, brainstormst und möglichst viele Aufgaben abdecken möchtest, ist ChatGPT oft die beste Wahl. Wenn du hingegen sehr lange Inhalte prüfen, vergleichen oder zusammenfassen möchtest, empfiehlt sich Claude.

ChatGPT oder Gemini: Wann ist Gemini geeigneter?

Gemini ist besonders dann sinnvoll, wenn du bereits intensiv im Google-Ökosystem arbeitest. Wer täglich Gmail, Docs, Sheets, Slides und Drive nutzt, profitiert von der Integration in Google Workspace. ChatGPT ist dagegen meist flexibler, wenn du unabhängig von einem bestimmten Office-Ökosystem arbeiten möchtest. Für kreative Aufgaben, freie Textarbeit, individuelle Assistenten und allgemeine Chat-Anwendungen ist ChatGPT nach wie vor sehr gut geeignet. Die Entscheidung lautet also nicht „Gemini ist besser als ChatGPT“ oder „ChatGPT ist besser als Gemini“. Die Frage ist vielmehr: Arbeitest du hauptsächlich in Google Workspace oder brauchst du einen möglichst universellen KI-Assistenten?

Claude oder Gemini: Welche KI eignet sich für welche Anwendung?

Ob du Claude oder Gemini verwendest, ist vor allem eine Frage des Arbeitskontexts. Claude eignet sich besonders gut, wenn du lange Dokumente analysieren, Texte strukturiert bearbeiten oder komplexe Inhalte sauber zusammenfassen möchtest. Gemini empfiehlt sich hingegen, wenn du hauptsächlich in Google Workspace arbeitest. Für Gmail, Docs, Drive und Workspace-Prozesse ist Gemini sehr praktisch. Für tiefgehende Textanalysen, lange Kontexte und anspruchsvolle Dokumentarbeit kann Claude die bessere Wahl sein. Gemini punktet durch Integration, Claude durch Kontext und Analyse.

Microsoft Copilot oder ChatGPT: Was passt besser im Unternehmen?

Microsoft Copilot ist besonders sinnvoll für Unternehmen, die bereits stark auf Microsoft 365 setzen. Der KI-Assistent unterstützt direkt in den Anwendungen, die viele Teams ohnehin nutzen: Outlook, Teams, Word, Excel oder PowerPoint. ChatGPT ist dagegen flexibler einsetzbar und eignet sich gut für kreative Aufgaben, Rechercheunterstützung, allgemeine Textarbeit, Konzeption und die Erstellung individueller KI-Assistenten. Für Unternehmen kann auch eine Kombination sinnvoll sein: Microsoft 365 Copilot kann für interne Office-Prozesse genutzt werden, während ChatGPT oder andere KI-Modelle sich für spezielle Aufgaben eignen. Die bessere Wahl hängt also davon ab, ob du KI direkt in Microsoft 365 benötigst oder ein breiteres, freieres KI-Tool suchst.

Was sind Tokens und warum sind sie wichtig?

Tokens sind kleine Texteinheiten, mit denen KI-Modelle arbeiten. Ein Token kann ein Wort, ein Wortteil oder ein Satzzeichen sein. Wenn du mit einem KI-Chatbot chattest, verarbeitet das Modell deine Eingabe sowie den bisherigen Verlauf und die Antwort in Tokens. Tokens sind wichtig, da sie beeinflussen, wie viel Text ein Modell gleichzeitig berücksichtigen kann. Das nennt man Kontextfenster. Je größer das Kontextfenster ist, desto mehr Informationen kann ein KI-Assistent bei einer Aufgabe berücksichtigen.

Das ist besonders relevant bei:

  • langen Dokumenten
  • umfangreichen Chats
  • juristischen oder technischen Texten
  • Codebasen
  • Meeting-Transkripten
  • wissenschaftlichen Materialien
  • großen Briefings

Wenn du KI-Chatbots im Vergleich bewertest, solltest du daher nicht nur auf Namen wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot schauen, sondern auch auf Kontextfenster, Tokens, Integrationen und konkrete Anwendung.

Wo liegen die Risiken von KI-Chatbots?

KI-Chatbots können selbst dann überzeugend klingen, wenn ihre Antworten falsch sind. Prüfe deshalb wichtige Aussagen. Dies gilt insbesondere bei rechtlichen, medizinischen, finanziellen, technischen oder sicherheitsrelevanten Themen. Sei außerdem vorsichtig mit sensiblen Daten. Gib keine vertraulichen Kundendaten, Passwörter, interne Strategien, personenbezogene Informationen oder geheime Dokumente in einen KI-Chatbot ein, wenn unklar ist, wie der Anbieter diese Daten verarbeitet. Auch beim Urheberrecht ist Vorsicht geboten. Nur weil ein KI-Tool Texte generieren oder Inhalte zusammenfassen kann, heißt das nicht automatisch, dass du geschützte Inhalte beliebig hochladen, bearbeiten oder veröffentlichen darfst. In ihrem Überblick zu KI-Chatbots weist die Verbraucherzentrale ebenfalls darauf hin, dass KI-Chatbots zwar vielseitig unterstützen können, Nutzer aber auf Datenschutz, Urheberrecht, Aktualität und Fehleranfälligkeit achten sollten.

Welche KI ist die beste Wahl?

Welcher KI-Chatbot der beste ist, hängt von deiner Aufgabe ab. Es gibt nicht den einen KI-Chatbot, der für alles am besten geeignet ist. Wenn du einen vielseitigen KI-Assistenten für kreative Aufgaben, Texte, Ideen, den Alltag, das Coding und Custom GPTs suchst, ist ChatGPT eine gute Wahl. Wenn du hingegen lange Dokumente, große Textmengen und komplexe Analysen bearbeiten möchtest, ist Claude von Anthropic empfehlenswert. Wenn du intensiv mit Google Workspace arbeitest, ist Gemini von Google sehr interessant. Wenn dein Unternehmen Microsoft 365 nutzt, ist Microsoft Copilot naheliegend. Wenn du schnelle Recherchen mit Quellen benötigst, kann Perplexity die beste Wahl sein. Ein direkter Vergleich zeigt: ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot und Perplexity sind keine austauschbaren Chatbots. Sie sind spezialisierte KI-Assistenten mit unterschiedlichen Stärken.

Die beste KI ist die, die wirklich zu deinem Arbeitsalltag passt

Stelle nicht die Frage „Welche KI ist die beste?“, sondern „Welche Aufgabe soll KI für mich besser machen?“. Dann wird aus einem Tool wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot nicht nur ein spannender Chatbot, sondern ein echter KI-Assistent für deinen Arbeitsalltag.

FAQ: Häufige Fragen im Überblick

Ein KI-Chatbot ist eine Anwendung, die mit künstlicher Intelligenz Texte versteht und Antworten generieren kann. Beispiele sind ChatGPT, Claude, Gemini, Microsoft Copilot und Perplexity.

ChatGPT ist besonders vielseitig und stark bei kreativen Aufgaben, Texten, Chat, Ideen und Custom GPTs. Claude eignet sich besonders für lange Dokumente, große Kontextfenster, strukturierte Analysen und komplexe Aufgaben.

ChatGPT ist oft flexibler für viele verschiedene Aufgaben. Gemini ist besonders interessant, wenn du Google Workspace, Gmail, Docs, Drive und andere Google-Anwendungen intensiv nutzt.

Microsoft Copilot ist stark in Microsoft 365 integriert und unterstützt vor allem in Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams und anderen Microsoft-Anwendungen. ChatGPT ist ein breiter KI-Chatbot für viele Aufgaben außerhalb eines bestimmten Office-Ökosystems.

Claude kann bei langen Dokumenten, großem Kontextfenster und komplexer Analyse besser passen. ChatGPT ist oft stärker, wenn du ein sehr vielseitiges Tool für kreative Aufgaben, Texte, Ideen, Coding und allgemeine Anwendungen suchst.

Gemini ist besonders stark, wenn du mit Google Workspace arbeitest. Claude punktet eher bei langen Texten, Dokumentenanalyse und strukturierten Antworten. Die bessere Wahl hängt also von deiner Anwendung ab.

Perplexity ist ein KI-gestütztes Antwort- und Recherche-Tool. Es eignet sich besonders gut, wenn du schnelle Antworten mit Quellen suchst oder aktuelle Informationen besser einordnen möchtest.

Tokens sind kleine Texteinheiten, mit denen KI-Modelle arbeiten. Sie bestimmen unter anderem, wie viel Text ein KI-Chatbot gleichzeitig verarbeiten kann. Das ist wichtig für lange Dokumente, komplexe Chats und große Kontextfenster.

Für viele kreative Aufgaben und die allgemeine Nutzung ist ChatGPT eine gute Wahl. Für lange Dokumente empfiehlt sich hingegen Claude. Mit dem Google Workspace ist Gemini gut kompatibel. Für Microsoft 365 ist Microsoft Copilot naheliegend. Perplexity eignet sich für Recherchen mit Quellen.

Derzeit besteht keine allgemeine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte. Im Bereich Werbung gilt jedoch eine Ausnahme: Wenn KI-Inhalte dazu geeignet sind, Verbraucher:innen zu täuschen, müssen sie entsprechend gekennzeichnet werden. Ab August 2026 treten durch den EU-AI-Act zusätzliche Vorgaben in Kraft. Dann sind Nutzer verpflichtet, klar offenzulegen, wenn sie KI-erstellte Inhalte veröffentlichen. Dies betrifft insbesondere Deepfakes sowie Audio-, Video- und Textinhalte, die in sensiblen Bereichen wie der Politik oder zur Manipulation eingesetzt werden könnten. Außerdem verpflichtet der AI-Act Anbieter dazu, transparent zu machen, wenn sie KI-Systeme nutzen, die mit Menschen interagieren und dabei leicht mit echten Personen verwechselt werden können, etwa bei Chatbots oder telefonischen Services.

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