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Jupiter (Supercomputer)

2 Minuten

JUPITER ist Europas erster Exascale-Supercomputer und derzeit der schnellste Supercomputer des Kontinents. Er ist darauf ausgelegt, eine Leistung von über einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunde (Exaflop) zu erreichen. JUPITER wird am Forschungszentrum Jülich betrieben und ist ein zentraler Baustein, um die technologische Souveränität Europas im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und des Hochleistungsrechnens (HPC) zu stärken.

Aufbau und technische Basis

Der Supercomputer ist nach dem Prinzip der modularen Bauweise konzipiert, was eine flexible Skalierung und Optimierung für unterschiedliche Aufgaben ermöglicht.

Hardwarebasis: Eviden, eine Tochtergesellschaft der Atos-Gruppe, liefert die BullSequana-XH3000-Architektur.

NVIDIA Grace Hopper Superchips: JUPITER verwendet Tausende dieser Chips, die GPUs (für parallele Rechenaufgaben) und CPUs (für allgemeine Verarbeitungsaufgaben) in einem System kombinieren.

Innovatives Kühlsystem: Das System arbeitet mit wärmerem Wasser (35–45 °C), was die Energieeffizienz erheblich steigert. Die Abwärme soll zudem zur Beheizung benachbarter Gebäude genutzt werden, wodurch JUPITER zu einem der nachhaltigsten Systeme der Welt wird.

Sicherheitsarchitektur: Ein eigens entwickelter JUPITER Management Stack sorgt für die Steuerung und Sicherheit des Systems.

Anwendungsbereiche und Nutzen

JUPITER dient als kritische Infrastruktur für Wissenschaft und Industrie und ermöglicht bahnbrechende Fortschritte in Bereichen, die enorme Rechenkapazitäten erfordern.

Künstliche Intelligenz: Training großer Sprachmodelle (LLMs) und komplexer KI-Anwendungen, die für Wirtschaft und Forschung von entscheidender Bedeutung sind.

Wissenschaftliche Großsimulationen: Dazu gehören hochauflösende Klimamodelle, die die Vorhersage von Extremwetterereignissen verbessern, sowie Simulationen für die Medikamentenentwicklung und Materialforschung.

  • Digitale Zwillinge: Erstellung komplexer digitaler Modelle von Systemen zur Optimierung des Strömungsverhaltens von Windkraftanlagen oder der Verkehrsplanung.

  • Forschung und Entwicklung: Bereitstellung von Rechenleistung für akademische und industrielle Forschungsprojekte in ganz Europa.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet „Exascale”?
„Exascale” bezeichnet eine Rechenleistung von einer Trillion (10¹⁸) Gleitkommaoperationen pro Sekunde. JUPITER ist der erste europäische Supercomputer, der diese Leistungsklasse erreicht.

Wer finanziert und betreibt JUPITER?
Die Finanzierung erfolgt zu 50 % über die europäische Supercomputing-Initiative EuroHPC JU sowie zu je 25 % über das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Betrieben wird der Supercomputer vom Forschungszentrum Jülich.

Ist JUPITER der schnellste Supercomputer der Welt?
JUPITER ist der schnellste Supercomputer Europas und gehört zu den fünf schnellsten Systemen weltweit. Auf der globalen TOP500-Liste belegt er den vierten Platz.

Welche Rolle spielt JUPITER für die EU?
Er trägt zur digitalen Souveränität Europas bei, indem er eine unabhängige Infrastruktur für KI-Forschung und rechenintensive wissenschaftliche Projekte bereitstellt. Dadurch wird die Abhängigkeit von Rechenzentren außerhalb Europas verringert.

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