Digitale Helfer: Videos mal groß mal klein für jeden Zweck

Im Rahmen der alltäglichen Aufgaben im Medienbereich sind es häufig die kleinen Dinge, die Zeit sparen und einem das Leben leichter machen. Unter dem Label „Digitale Helfer“ stellen wir Tipps und Tricks aus der Praxis für die Praxis vor.

Die Bedeutung von Video-Content in den Onlinemedien nimmt immer weiter zu. Mit Videos ist es möglich, auf individuelle Art und Weise mit dem Kunden zu kommunizieren, da Videos viel mehr Spielraum bieten als ein Text. Dabei ist es jedoch wichtig, das eingesetzte Videomaterial entsprechend für den Einsatz zu optimieren. Geht es darum, per E-Mail Videos zu versenden oder schnell ladende Webseiten mit Bewegtbildern anzureichern, stehen häufig technische Hürden und Beschränkungen im Weg.

Videos in E-Mails

Nichts selten kommt es vor, dass Videos als Attachment auf die Reise gehen und dann die vermeintlich kurze Videosequenz als unzustellbar abgelehnt wird oder den Bereich des lokalen Mailservers gar nicht erst verlässt. In E-Mails ist die Verwendung von Videolinks beziehungsweise HTML mit eingebetteten Links eine Option. Das Hochladen auf Youtube und andere Streamingdienste mit Verlinkung oder Integration in Newsletter und Mailings via iFrame ist ebenfalls eine Möglichkeit, voluminöse Videodateien ohne Probleme einzusetzen.

Manchmal gibt es jedoch keine Alternative zu einer lokal abrufbaren Videodatei. Wenn das Volumen die erlaubten Grenzen sprengt, bietet sich eine Konvertierung zur Datenreduzierung an.

Dateiumfang reduzieren

Agenturen nutzen meist professionelle Videobearbeitungssoftware wie Adobe Premiere Pro oder andere Produkte. Diese sind in der Lage, verschiedene Dateiformate in unterschiedlicher Qualität zu exportieren. Wer nur gelegentlich mit Videos zu tun hat, verfügt häufig nicht über derartige Software, die auch immer eine passende Hardware verlangt. Ein Standard-Laptop, der dazu gedacht ist ein reibungsloses Arbeiten mit der Office-Suite und dem Webbrowser zu ermöglichen, ist mit Videobearbeitungsprogrammen meist hoffnungslos überfordert.

In diesem Fall bietet es sich an, kleinere Tools zu verwenden, die sich problemlos auch mit dem Standard-Office-Computer einsetzen lassen. Einige frei verfügbare Utilities haben sich bei der Arbeit mit Videodateien bewährt.

Handbrake als Universalkonvertierer

Handbrake ist ein frei verfügbares Open Source-Toolkit, um Videos und DVDs zu transcodieren. Über verschiedene Profile kann der Anwender einstellen, zu welchen Endgeräten oder Streaming-Plattformen die erstellten Videodateien kompatibel sein sollen. Häufig wird Handbrake dazu genutzt, DVDs und anderen Videos in H.264 (x264), H.265 (x265), MPEG-4 ASP (FFmpeg) oder Theora/VP3 zu konvertieren. Damit ist es dann möglich, sie auf Geräten wie dem Apple iPhone, Apple iPad, Apple iPod, Apple iPod, Apple TV oder Konsolen und Streaming-Diensten einzusetzen. Ebenfalls ist es möglich, durch Veränderung der Darstellungsqualität den Umfang und das Datenvolumen von Videos zu reduzieren.

VLC-Player zur Videodarstellung und mehr

Der VLC Mediaplayer wird seit 1996 vom VideoLAN-Team entwickelt. Das Programm steht unter der GPLv2 und kann kostenlos verwendet werden. Auf den meisten Rechnern wird der Player meist nur als universelle Player-App für unterschiedliche Videoformate genutzt. Dabei kann das Tool deutlich mehr als nur Videos darstellen, es eignet sich hervorragend zur Videokomprimierung. Für die Beschreibung wurde die Version 3.0.3 unter Windows betrachtet. Bei anderen Releases und Plattformen kann die Menüführung von der beschriebenen Form abweichen.

Zur Komprimierung von Videodateien ist der Menüpunkt „Medien -> Konvertieren/Speichern“ auszuwählen. Bei „Datei“ ist die Ursprungsdatei in die Liste hinzuzufügen. Danach ist der vorher ausgegraute Button „Konvertieren/Speichern“ selektierbar. Jetzt ist es möglich, aus verschiedenen Dateiprofilen das passende anzuklicken. Für das Dateiformat H.264 (mp3/mp4) sind beispielsweise zur Komprimierung bestehender Videos die Dialogfenster „Videocodec“ und „Audiocoec“ aktivierbar. Dort ist es möglich, unterschiedliche Auflösungen, Audioprofile, Bildwiederholraten und Qualitätsstufen einzustellen und damit Einfluss auf die Dateigröße zu nehmen. Nach Mausklick auf „Erstellen“ wird dann eine Videokopie mit den entsprechenden Parametern angelegt.

Autor/in
Ulrich Schmitz
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Ulrich Schmitz
Ulrich Schmitz ist als Content Marketing Expert und Redakteur bei der IT-P tätig. Seine Leidenschaft gehört dem Content und der Betreuung von Social Media-Kanälen mit dem Schwerpunkt IT-Fachinformationen.

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