Neue weltweite Studie gibt Einblicke in den Stand der KI-Nutzung

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IT-P GmbH
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01.12.2024
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4 Minuten

Eine neue Studie von ServiceNow in Zusammenarbeit mit Oxford Economics liefert spannende Einblicke in die Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen weltweit. Unter dem Titel „Enterprise AI Maturity Index 2024“ analysiert die Studie den Reifegrad von Unternehmen bei der Implementierung und Nutzung von KI-Technologien. Die Studie basiert auf einer Befragung von 4.470 Führungskräften aus unterschiedlichen Branchen und Regionen. Bewertet wurden fünf Kernbereiche, die für den erfolgreichen Einsatz von KI entscheidend sind:

  • Strategie und Führung
  • Workflow-Integration
  • Talent und Belegschaft
  • Governance
  • Wertschöpfung

Die daraus abgeleiteten Ergebnisse geben einen umfassenden Überblick über den aktuellen Fortschritt und die Herausforderungen in der Unternehmenswelt.

Erkenntnisse und Empfehlungen

Die ServiceNow-Studie verdeutlicht, dass Unternehmen, die sich in einer höheren Reifegradstufe befinden, messbar bessere Ergebnisse erzielen. Dies umfasst sowohl betriebliche Effizienz als auch eine verbesserte Kundenerfahrung. Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie umfassen:

  • ROI von KI-Investitionen: Unternehmen, die KI in großem Maßstab einsetzen, können einen deutlich höheren Return on Investment (ROI) verzeichnen. Die Vorteile umfassen eine Reduzierung von Kosten, eine erhöhte Prozessgeschwindigkeit und eine bessere Entscheidungsfindung durch Datenanalyse.
  • Integration und Skalierung: Unternehmen, die erfolgreich sind, schaffen es, KI in ihre bestehenden Plattformen und Systeme zu integrieren und die Nutzung zu skalieren, um unternehmensweit einen Mehrwert zu generieren.
  • Herausforderungen bei der Implementierung: Viele Unternehmen kämpfen jedoch immer noch mit Herausforderungen wie mangelnder Datenqualität, unzureichenden technischen Fähigkeiten und einer fehlenden Veränderungskultur. Diejenigen, die Fortschritte machen wollen, müssen in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter investieren, um die Fähigkeit zur Arbeit mit KI und Automatisierungstechnologien zu verbessern.

Vier Phasen des KI-Reifegrads

Der Bericht teilt Unternehmen in vier Stufen des KI-Reifegrads ein:

  1. Experimentell: Unternehmen in dieser Phase setzen KI lediglich in einem begrenzten Rahmen ein. Meistens werden einzelne Pilotprojekte umgesetzt, um die Machbarkeit von KI-basierten Lösungen zu testen. Oft fehlt jedoch eine klare Strategie, wie diese Technologien skaliert und unternehmensweit eingesetzt werden können.
  2. Operational: Hier beginnen Unternehmen, KI in spezifischen Geschäftsprozessen zu verankern. Sie schaffen eine Infrastruktur, um KI-Projekte über erste Experimente hinaus auszudehnen, haben jedoch noch Schwierigkeiten, eine flächendeckende Implementierung und eine Verbindung zur gesamten Wertschöpfungskette zu realisieren.
  3. Strategisch: Auf dieser Stufe hat KI eine strategische Bedeutung im Unternehmen. Unternehmen in dieser Phase haben begonnen, die Potenziale von KI zur Prozessoptimierung zu nutzen und positive Geschäftsergebnisse erzielt. KI ist in die Unternehmensstrategie integriert, wird jedoch noch nicht vollumfänglich genutzt.
  4. Transformativ: In der höchsten Reifegradstufe wird KI als zentraler Baustein der gesamten digitalen Transformation betrachtet. Unternehmen dieser Stufe haben es geschafft, KI in die gesamte Wertschöpfungskette zu integrieren. Sie nutzen Automatisierung in Kombination mit fortschrittlicher Analytik, um Vorhersagen zu treffen, Prozesse autonom zu steuern und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

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Viele Unternehmen noch in der Experimentierphase

Die weltweit durchgeführte Umfrage zeigt, dass nur 18 Prozent der Unternehmen das Potenzial von KI voll ausschöpfen. Die Mehrheit befindet sich noch in der Experimentierphase – sie zögern, KI umfassend einzusetzen, oder stoßen auf strukturelle Herausforderungen. Die meisten Unternehmen erkennen zwar das Potenzial von KI, haben aber Schwierigkeiten, die Technologien in ihre bestehenden Prozesse zu integrieren. Dies liegt häufig an mangelnden Ressourcen oder fehlendem Know-how. Darüber hinaus besteht in einigen Unternehmen Unsicherheit darüber, wie KI sicher und ethisch verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Es wird deutlich, dass der Weg zur vollständigen Integration von KI für viele Unternehmen noch weit ist, die potenziellen Vorteile jedoch enorm sind. Unternehmen, die in der Lage sind, diese Hürden zu überwinden, können sich einen erheblichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Studie macht deutlich, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Integration von KI zu schaffen.

„Pacesetters“ als Vorreiter

Aber es gibt sie schon: die „Pacesetter“, also jene Unternehmen, die sich im Reifegradindex besonders hervortun. Diese Gruppe erreicht mindestens 50 von 100 möglichen Punkten und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz bei der Integration von KI. Pacesetters gelingt es, KI-Strategien nahtlos in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren und damit sowohl die betriebliche Effizienz zu steigern als auch Innovationen voranzutreiben. Diese Unternehmen haben erkannt, dass eine durchdachte KI-Strategie mehr ist als die Implementierung neuer Technologien – es geht um die Transformation der gesamten Unternehmenskultur.

Sie setzen auf kontinuierliches Lernen und eine offene Haltung gegenüber neuen Technologien. Pacesetter sind zudem häufig bereit, in Forschung und Entwicklung zu investieren, um KI-Lösungen zu verbessern und neue Anwendungsfälle zu erschließen. Diese Vorreiterrolle zahlt sich langfristig aus, denn sie schafft Wettbewerbsvorteile und stärkt die Innovationskraft. Sie sind ein Beispiel dafür, wie Unternehmen durch eine strategische Herangehensweise an KI ihre Position in der Branche festigen können. Die Erkenntnisse der Pacesetter bieten wertvolle Lehren für alle Unternehmen, die ebenfalls von KI profitieren wollen. Die Studie zeigt, dass Vorreiter nicht nur in Technologien investieren, sondern auch in

  • Die Schulung und Rekrutierung von Talenten, die mit KI arbeiten können.
  • Die Entwicklung klarer Governance-Strukturen, um KI-Implementierungen sicher und ethisch zu gestalten.
  • Den Aufbau langfristiger Strategien, die auf nachhaltige Wertschöpfung durch KI abzielen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen, die frühzeitig auf eine strategische Integration von KI setzen, deutlich bessere Geschäftsergebnisse erzielen.

KI als Wachstumstreiber: Neue Geschäftsmodelle und Märkte erschließen

Für Unternehmen, die sich noch nicht entschieden haben, gibt es gute Nachrichten: ServiceNow zeigt, dass der Einstieg noch möglich ist. Auch zögerliche Unternehmen können ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken, wenn sie auf bewährte Best Practices und eine klar formulierte KI-Strategie setzen. Entscheidend ist es, eine klare Vision für den Einsatz von KI zu entwickeln und realistische und messbare Ziele zu definieren. Unternehmen sollten auch auf strategische Partnerschaften setzen, um von der Expertise erfahrener Akteure zu profitieren. Ebenso wichtig ist es, die gesamte Belegschaft in den Transformationsprozess einzubinden.

So können bestehende Widerstände abgebaut und eine unternehmensweite Akzeptanz sichergestellt werden. Die Studie zeigt, dass Unternehmen, die jetzt handeln, die Chance haben, sich langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern. Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass die Integration von KI eine Reise ist, die Geduld und Engagement erfordert. Mit der richtigen Strategie und einer klaren Vision können auch Unternehmen, die bisher gezögert haben, den Weg in die Zukunft erfolgreich beschreiten. KI bietet nicht nur operative Vorteile, sondern auch die Möglichkeit, Geschäftsmodelle grundlegend zu verändern und neue Märkte zu erschließen.

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