Datenqualität richtig bewerten:

Was für deinen Use Case wirklich zählt

Wie gut müssen Daten eigentlich sein? Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Eine Kundendatenbank stellt andere Anforderungen an Datenqualität als eine Produktionsprognose, ein automatisierter Geschäftsprozess oder ein KI-Modell.

Deshalb geht es bei guter Datenqualität nicht darum, jeden Datensatz auf 100 Prozent zu perfektionieren. Entscheidend ist, ob deine Daten für den jeweiligen Anwendungsfall gut genug sind.

Donnerstag, 12.11.2026 | 13:00 – 13:45 Uhr | Online | Kostenfrei

Carsten Stein

Gute Daten sind nicht perfekte Daten

Fehlende Werte, Dubletten, veraltete Informationen oder unterschiedliche Datenstände sind in nahezu jedem Unternehmen Realität.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Sind unsere Daten perfekt?“ Sondern: „Sind unsere Daten gut genug für das, was wir damit machen möchten?“

Für eine Marketingkampagne können fehlende Telefonnummern völlig irrelevant sein. Für einen automatisierten Rückrufprozess können genau diese Informationen entscheidend sein. Ein Produktionsmodell benötigt möglicherweise hochaktuelle Messwerte. Für eine langfristige Analyse reichen dagegen auch ältere Daten. Datenqualität lässt sich deshalb nur sinnvoll bewerten, wenn der Anwendungsfall klar ist.

Genau dort setzen wir im Webinar an.

Sechs Fragen an deine Daten

Ist alles vorhanden, was du für deinen Anwendungsfall brauchst?
Nicht jedes Feld muss gefüllt sein. Entscheidend ist, ob die Informationen vorhanden sind, die dein Prozess, deine Analyse oder deine KI tatsächlich benötigt.
Entsprechen deine Daten der Realität?
Ein vollständig ausgefüllter Datensatz hilft wenig, wenn die enthaltenen Informationen falsch oder überholt sind.
Sagen deine Systeme dasselbe?
Unterschiedliche Bezeichnungen, Definitionen oder Datenstände erschweren Reporting, Integration und Automatisierung.
}
Sind deine Daten aktuell genug?
Wie aktuell Daten sein müssen, hängt stark vom Einsatz ab. Für manche Entscheidungen reichen Daten vom Vortag. Andere Prozesse benötigen Informationen nahezu in Echtzeit.
i
Existiert dieselbe Information mehrfach?
Doppelte Kunden, Lieferanten oder Produkte können Auswertungen verfälschen und automatisierte Prozesse mehrfach auslösen.
l
Entsprechen die Daten deinen Regeln?
Datumsformate, erlaubte Werte, Artikelnummern oder Pflichtfelder lassen sich häufig bereits bei der Erfassung automatisch prüfen.

Das erfährst du im Webinar

  • was Datenqualität eigentlich bedeutet und wie du sie bewerten kannst
  • welche sechs Qualitätsdimensionen du kennen solltest
  • warum Daten nicht für jeden Anwendungsfall gleich gut sein müssen
  • welche Qualitätsmerkmale für KI, Automatisierung, Analytics und operative Prozesse besonders relevant sind
  • wie du kritische Daten für einen konkreten Use Case identifizierst
  • wie du festlegst, wann Daten gut genug sind
  • warum 100 Prozent Datenqualität häufig weder notwendig noch wirtschaftlich sinnvoll sind
  • wie du Datenprobleme priorisierst, statt deine gesamte Datenlandschaft auf einmal zu bereinigen
  • wie du Fehler nicht nur korrigierst, sondern bereits bei ihrer Entstehung reduzierst
  • wie bessere Daten die Grundlage für zuverlässigere KI- und Automatisierungsprozesse schaffen

Unsere Agenda

WARUM DATENQUALITÄT?
Der Anwendungsfall entscheidet, wann Daten gut genug sind.

GRUNDLAGEN
Vollständigkeit, Korrektheit, Konsistenz und weitere Qualitätsdimensionen.

DATENQUALITÄT MESSEN
Kennzahlen, Qualitätsregeln und sinnvolle Grenzwerte.

TECHNISCHE BEISPIELE
Sensordaten, Computer Vision, Forecasting, Schnittstellen, Machine Learning und RAG.

DATENQUALITÄT IM BETRIEB
Data Contracts, Profiling, Tests, Monitoring und Verantwortlichkeiten.

FAZIT UND Q&A
Was können wir mitnehmen und welche Fragen bleiben offen?

Carsten Stein

Unser Referent

Johann Bartels

Digital Consultant / Experte für Data & AI

Johann Bartels beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Machine Learning und modernen KI-Verfahren. Sein fachlicher Fokus liegt insbesondere auf evolutionären Algorithmen und Reinforcement Learning. Er verbindet technisches Verständnis mit einem klaren Blick für praktische Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen und arbeitet an Lösungen, die komplexe Zusammenhänge greifbar und nutzbar machen.

Häufige Fragen zum Webinar

Nein. Das Webinar eignet sich auch für Unternehmen, die gerade erst beginnen, sich strukturiert mit Datenqualität auseinanderzusetzen.

Nein. Wir betrachten Datenqualität unter anderem für KI, Prozessautomatisierung, Reporting und klassische Geschäftsprozesse.

Nein. Die Grundlagen und Qualitätsdimensionen werden verständlich erklärt und anhand konkreter Beispiele eingeordnet.

Nein. Wie hoch die notwendige Datenqualität sein muss, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall, den betroffenen Daten und den möglichen Auswirkungen von Fehlern ab.

Das Webinar ist grundsätzlich technologieunabhängig. Einzelne Beispiele und Ansätze können unter anderem aus SAP- und Microsoft-Umgebungen stammen.

Ja. Eigene Beispiele und Fragen aus deinem Unternehmen sind ausdrücklich willkommen.

Nein, die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei.