eFIS sorgt für Sicherheit im Kraftwerk

enercity AG

Arbeitssicherheit ist eine der wichtigsten Grundlagen für Betreiber von Kraftwerken. Der Umgang mit Hochspannung und großer Hitze erfordert größte Sorgfalt, um die Sicherheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stets zu gewährleisten. Der hannoversche Energieversorger enercity AG betreibt in Hannover Anlagen zur Strom- und Fernwärmeproduktion. Im Vordergrund stehen dabei Sicherheit, Umweltschutz und Verfügbarkeit. Dabei helfen „fünf Sicherheitsregeln“, Stromunfälle zu vermeiden:

  1. Freischalten
  2. Gegen Wiedereinschalten sichern
  3. Spannungsfreiheit allpolig feststellen
  4. Erden und kurzschließen
  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

Sicherheit an erster Stelle

Diese Regeln und damit zusammenhängenden Abläufe setzt enercity schon seit Jahrzehnten IT-gestützt um. Hierzu nutzte der Versorger ein bewährtes System. Eine umfangreiche Marktrecherche nach einem Nachfolger, die bestehende Lösungen identifizieren sollte, blieb erfolglos. Auch die Umsetzung einer solchen Lösung auf gängige bestehende Systeme (beispielsweise SAP) stellte auf Grund der hohen zu erwartenden Kosten keine Option dar.

Gemeinsam mit dem Softwarehaus IT-P GmbH aus Hannover, das die Weiterentwicklung des Altsystems über viele Jahre begleitet hatte, entwarfen die Verantwortlichen der enercity AG ein neues System auf aktueller Basis, das die alte Software nicht nur ersetzen, sondern an wichtigen Stellen deutlich erweitern sollte. Als moderne Web-Applikation sollte eFIS, das „elektronische Freischalt- und Informationssystem“, auch den Zugriff mit mobilen Geräten zulassen und dadurch den Einsatz direkt vor Ort ermöglichen – sogar ohne bestehende Netzwerkverbindung. Bei der responsiven Darstellung auf Tablets macht eFIS aber nicht Halt, sondern es führt auch elektronische Unterschriften ein, um Abläufe gleichzeitig zu beschleunigen und das Sicherheitsniveau zu erhöhen.

Der Entwurf des neuen eFIS basiert auf den aktuellen Unternehmensprozessen und lässt damit Beschränkungen des Altsystems hinter sich. Dabei sorgt der modulare Aufbau dafür, dass die Software sich künftig leicht an neue Abläufe und Vorgaben anpassen lässt. Durch diese Architektur eignet sich das System für verschiedene Kraftwerke und Standorte. Dadurch könnte es auch für andere Kraftwerksbetreiber interessant werden.

Gemeinsam und agil

Ein System, das an den Kernprozessen eines Unternehmens ansetzt, erfordert eine gute Vertrauensbasis und offene Kommunikation zwischen allen Partnern. Die enercity AG und die IT-P GmbH einigten sich daher auf eine agile Organisation des eFIS-Projekts und arbeiteten von Beginn an eng zusammen. Der Einstieg über eine Prozessanalyse und -beratung ermöglichte dem Kunden, die Abläufe für die Kraftwerke zu vereinheitlichen, um eine gemeinsame Basis zu schaffen. Die Anforderungen an das System formulierte das Team in „User Stories“, die es immer mit dem Fokus auf die Anwender umsetzte. So entstand in kurzer Zeit und mit kurzen Release-Zyklen ein in sich logisches, gut strukturiertes Produkt mit moderner Gestaltung.

Kundenfeedback

„Von der ersten Pflichtenheft-Besprechung bis zum Go Live ist eine ergebnisorientierte und partnerschaftliche Teambindung entstanden. Zu jeder Projekt- und Prozess-Herausforderung gab es bilaterale Lösungen. Dabei stellt die hohe fachliche Kompetenz der Mitarbeiter der IT-P einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren dar.“ (Michael Lüpke, enercity AG)

„Mit eFIS können das sichere Arbeiten und Freischalten mobil und flexibel realisiert und Informationen erstmals mobil und ohne Medienbruch erfasst werden. Dadurch stehen die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung.“ (David Röbbing, enercity AG)

Technische Daten auf einen Blick

Die technische Basis von eFIS:

  • MS SQL Server
  • .net Core
  • Frontend Angular
  • Webservice-Architektur
Kunde
enercity AG

IT-P hat für die enercity AG als Ablösung des Altsystems das elektronische Freischalt- und Informationssystem eFIS entwickelt.